Anmerkungen des Produzenten Marcel Hoehn

Am Anfang gab es noch keine Idee, sondern den gemeinsamen Wunsch und Willen von Christoph Schaub und mir, einen weiteren Film miteinander zu realisieren.

Nach zwei Kinodokumentarfilmen («Die Reisen des Santiago Calatrava» und «Bird’s Nest – Herzog & de Meuron in China») sowie zwei Kinospielfilmen («Stille Liebe» und «Jeune Homme») wollten wir uns mit dem neuen Spielfilm inhaltlich und formal einer ganz anderen Herausforderung stellen. Dazu diskutierten wir verschiedene Optionen, bis wir uns auf einen Episodenfilm einigten: fünf „kleine“ Geschichten, die nur durch den Umstand „gross“ werden, dass sie in der Silvesternacht spielen.

Der ganze Entwicklungsprozess zusammen mit den Drehbuchautoren war ein anspruchsvoller und konstruktiver Prozess. Besonders reizvoll war dann das Casting. Es galt einerseits Figuren von fünf Geschichten, welche andererseits zusammen eine neue, die Geschichte dieser speziellen Nacht erzählten, zum Stimmen zu bringen. Und es war nach längerer Zeit ganz angenehm, wieder einen ganzen Film in der eigenen Stadt zu drehen.

Und wo waren bei diesem Projekt die speziellen produktionellen Herausforderungen? Lou, welche das kleine Mädchen spielt, vertrauten wir von Anfang an; beim Hund Beppo hingegen, welcher kein abgebrühter Filmhund war, gab es trotz der guten Betreuer eine gewisse Unsicherheit.

Das ganz grosse Risiko aber war das Wetter und dessen waren wir uns schon während des Drehbuch-Schreibens bewusst. Die Geschichte spielt innerhalb weniger Stunden in dieser magischen Winternacht. Viele Aussenaufnahmen, Coversets standen kaum zur Verfügung.
Oft ist es zu dieser Jahreszeit zwar kalt, aber Schnee liegt weniger häufig. Was würde geschehen, wenn nach einigen Drehwochen der grosse Schneefall eintrifft und wir während Tagen nicht weiter drehen können?
Weil es für diesen Fall keine überzeugende Lösung (nicht einmal eine zahlbare Versicherung) gab, entschied ich mich für das Prinzip „Hoffnung“, damit dieser Alptraum nicht eintreffen möge.

Er traf nicht ein, wir hatten Glück. Die Dreharbeiten wurden auf den Tag, auf die Stunde genau beendet.

Ich glaube, wir haben uns das Glück verdient, denn es waren wunderbare Schauspieler und eine sehr gute und hochmotivierte Equipe.

Ganz herzlichen Dank an alle, welche diesen Film ermöglicht haben.

Marcel Hoehn
Produzent


www.feinheit.ch